Publication Date

2012

Abstract

Großbritannien wurde zur Referenzgröße für neoliberale Reformen, und dies nicht nur aufgrund der Entwicklung unter Premierministerin Thatcher. Die Regierungen von New Labour (1997-2010) leiteten ebenfalls kontinuierlich Reformen ein, um die »Abhängigkeit vom Sozialstaat« zu bekämpfen. Damit hielten sie Großbritanniens Status als eine der am meisten ungleichen Gesellschaften Europas aufrecht. Der leichte wirtschaftliche Aufschwung führte dazu, dass die Erwerbslosenquote bei ungefähr acht Prozent verharrte, und eine neue Regierungskoalition von Konservativen und Liberaldemokraten verschärfte Kürzungen bei Sozialausgaben und kündigte Entlassungen im öffentlichen Sektor an, so dass eine weitere Verschlechterung der Lage zu erwarten ist.

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Required Publisher Statement
© Campus Verlag. Final version published as: Greer, I. (2012). Großbritannien: Noch immer Heimat des Neoliberalismus? In K. Scherschel, P. Streckeisen, & M. Krenn (Eds.), Neue Prekarität: Die Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik - europäische Länder im Vergleich (pp. 111-138). Frankfurt am Main: Campus Verlag. Reprinted with permission. All rights reserved.

Suggested Citation
Greer, I. (2012). Großbritannien: Noch immer Heimat des Neoliberalismus?[Electronic version]. Retrieved [insert date], from Cornell University, ILR School site:
http://digitalcommons.ilr.cornell.edu/articles/968

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