Publication Date

2012

Abstract

In diesem Beitrag beschreiben wir »Aktivierung« als staatlich finanzierte Industrie mit einem großen Personalbestand. Wir untersuchen die Beispiele Großbritannien und Deutschland, wo die wichtigsten Akteure die öffentlichen Arbeitsämter sind. Gemeint sind damit insbesondere die Bundesagentur für Arbeit (BA) und das Jobcentre Plus (JCP), welche selber Arbeitsvermittlung betreiben sowie Weiterbildung und Beratung für Erwerbslose an externe Unternehmen auslagern. Als weitere wichtige Akteure sind große Anbieter wie die deutschen Sozialverbände und die nationalen karitativen Verbände Großbritanniens zu nennen, aber auch Konzerne wie A4e, Maximus oder Ingeus. In vielen Ländern expandierte die Aktivierungsindustrie zusammen mit den steigenden finanziellen Mitteln für Aktivierungsprogramme. Auch veränderte sie sich durch die Einführung eines Preiswettbewerbs unter den Anbietern. Wie zahlreiche andere Bereiche der Sozialpolitik hängt »Aktivierung« maßgeblich von den Beschäftigten der unteren Stufen der Bürokratie (»street-level bureaucracy«, Lødemel/Trickey 2000) ab. Wie aber sieht die Entwicklung der Arbeitsbeziehungen in diesem Sektor aus?

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Required Publisher Statement
© Campus Verlag. Final version published as: Greer, I., Greenwood, I., & Stuart, M. (2012). Marktorientierung und Beschäftigungverhältnisse in der Aktivierungsindustrie: Eine Fallstudie zu Großbritannien und Deutschland. In K. Scherschel, P. Streckeisen, & M. Krenn (Eds.), Neue Prekarität: Die Folgen aktivierender Arbeitsmarktpolitik - europäische Länder im Vergleich (pp. 291-310). Frankfurt am Main: Campus Verlag. Reprinted with permission. All rights reserved.

Suggested Citation
Greer, I., Greenwood, I., & Stuart, M. (2012). Marktorientierung und Anstellungsverhältnisse in der Aktivierungsindustrie: Fallstudie zu Großbritannien und Deutschland [Electronic version]. Retrieved [insert date], from Cornell University, ILR School site:
http://digitalcommons.ilr.cornell.edu/articles/967

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